Abschied von der Kirche Rebbelroth: Trauer, Dankbarkeit und Zuversicht

Das war ein schwerer Tag, besonders für die Gemeindeglieder in Rebbelroth, aber auch für unsere Kirchengemeinde insgesamt: Am 21. April haben wir unsere Kirche in der Rundstraße mit einem Entwidmungs-Gottesdienst außer Dienst gestellt. Über 60 Jahre war sie Gottesdienststätte und Versammlungsort. Ungezählte Gottesdienste haben wir dort gefeiert, Taufen, Trauungen und Trauerfeiern abgehalten, vielen Menschen war die kleine Kirche in den Agger-Auen eine geistliche Heimat. Kein Wunder also, dass dieses einschneidende Ereignis von Trauer geprägt war, aber auch von Dankbarkeit für viele schöne Augenblicke und Erinnerungen.

Nach dem Gottesdienst wurden das Kreuz, die Taufschale, Abendmahlsgeräte, die Bibel und andere Gegenstände in einer kleinen Prozession aus der Kirche getragen und nach Derschlag gebracht, wo sie im Sonntagsgottesdienst am nächsten Tag von Rebbelrother Gemeindegliedern in die Emmauskirche getragen wurden.

Die Entwidmung geht auf einen Beschluss des Presbyteriums aus dem Jahr 2013 zurück, der der Entwicklung unserer Gemeinde Rechnung trägt: Die Zahl der evangelischen Menschen sinkt seit Jahren kontinuierlich; in den 70-er Jahren gehörten noch über 4.000 Menschen dazu, heute zählen wir nur noch gut 2.000 Mitglieder. In der Folge werden auch unsere finanziellen Ressourcen knapper, so dass wir das Gemeindeleben auf weniger Gebäude konzentrieren müssen.

Wir sind zuversichtlich, dass Gott uns im Leben unserer Gemeinde neue Wege weist und dass die Konzentration auf unsere Gebäude in Derschlag die Menschen in den drei Orten unseres Gemeindegebiets zusammenrücken lässt und einander näher bringt.

Das Presbyterium wird beim Verkauf der ehemaligen Kirche in Rebbelroth selbstverständlich darauf achten, dass die Nachnutzung der Würde des Gebäudes gerecht wird.