Michael Braun wird neuer Superintendent

Michael Braun aus Cloppenburg wird am 1. Februar 2020 neuer hauptamtlicher Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger. Er erhielt auf der Kreissynode in Gummersbach im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit mit 69 von 118 Stimmen.

Der künftige Superintendent Michael Braun, Jahrgang 1969, ist seit 2004 Kreispfarrer (Superintendent) des Kirchenkreises Oldenburger Münsterland und war davor Gemeindepfarrer in den Gemeinden Löningen und Lohne. Er sieht im Kirchenkreis An der Agger einen aktiven Kirchenkreis mit starken Gemeinden und möchte Glaube in Gemeinschaft vielfältig erleben.

Am Freitag, 7. Februar 2020, wird Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Jürgen Knabe nach 19 Jahren im Superintendentenamt in der Wiehler Kirche verabschieden und Michael Braun als neuen Superintendenten einführen. Anschließend ist ein Empfang in der Wiehltalhalle.

Drei Superintendenten Michael Braun li. Juergen Knabe Horst Ostermann
Michael Braun (links) wird neuer Superintendent des Kirchenkreises An der Agger. Das Bild zeigt ihn mit seinen Vorgängern Jürgen Knabe (Mitte) und Horst Ostermann (links).
(Foto: Kirchenkreis An der Agger | Judith Thies)

Hauptthema der Synode: Lebenswelten der Jugendlichen

Über die “Lebenswelt der Jugendlichen” sprach Landesjugendpfarrerin Simone Enthöfer am Samstagvormittag. Sie erläuterte den Wandel von der “Generation Y” (why) zur “Generation  Z” wie Zukunftsangst. Die heutigen Jugendlichen seien geprägt von Sorgen um die Zukunft, Umwelt, um gesellschaftliche und politische Entwicklungen; sie seien hochpolitisch und hochmotiviert, meldeten sich zu Wort und wollten gehört werden. Fridays for future sei das beste Beispiel. Es sei wichtig, dass die Gemeinden lernten, auf die Jugendlichen zuzugehen, und sich zu fragen, wie man mehr über die Lebensthemen und Fragen der Jugendlichen erfahren könne. Grundlage ihres Vortrags waren die noch druckwarmen Ergebnisse der 400-Seiten-umfassenden 18. Shell Jugendstudie von Oktober 2019.

Superintendentenbericht: „Mehr denn je wird die Kirche gebraucht“

Jürgen Knabe, der auf der Herbstsynode 2000 zum Superintendenten gewählt wurde und Mitte Januar 2001 seinen Dienst antrat, legte seinen letzten Jahresbericht vor, der von den Synodalen mit Standing Ovations beantwortet wurde.

In seinem Bericht betonte Jürgen Knabe deutlich die Grundlegung der Kirche: Jesus Christus als Wesenskern des Christ-Seins und des Kirche-Seins schlechthin. Er habe den Kirchenkreis immer als Glaubens-, Lebens- und Lerngemeinschaft verstanden. Trotz der immensen Herausforderungen in seiner Amtszeit – Konsolidierung des kreiskirchlichen Haushalts, Bildung der Kooperationsräume und Verwaltungsstrukturreform – habe er “immer wieder den Fokus auf die Kernaufgabe gelenkt, in der Mitte der Gesellschaft mit unserem christlichen Profil wirken zu können”.

Er forderte, mit mehr Leidenschaft für eine Kirche voller Hoffnung als Grundperspektive des Glaubens einzutreten und nicht mit Weltflucht, Resignation und Rückzug auf die Probleme der Gegenwart zu antworten. “Hoffnungslosigkeit darf nicht die neue Form des Unglaubens werden.”

Jeder muss zum Demokratie-Missionar werden

Zu den Herausforderungen von Kirche in der Gesellschaft zählt Jürgen Knabe die „Folgen unseres Lebensstils, der die Folgen unseres Handelns auf kommende Generationen verschiebt“. Dieser Lebensstil bedürfe einer Umkehr. Angesicht zunehmender Unfähigkeit zum Diskurs und zur differenzierten Argumentation müsse jede und jeder bereit sein, zum „Demokratie-Missionar“ zu werden. Er sei nicht bereit, so Knabe, niedere völkische Ausgrenzungen nur als sprachliche Missverständnisse hinzunehmen, etwa Aufforderungen, „uns unser Land zurückzuholen“, pauschale Abwertungen von Menschen, die Rede von einer „Umvolkung“ durch die herrschende Klasse, die Abwertung der Schrecknisse des Dritten  Reiches mit dem Berliner  Holocaust-Denkmal als „Mahnmal der Schande“ oder die Nivellierung des Nationalsozialismus als Vogelschiss in der Geschichte. „Die Brandstifter müssen demaskiert werden.“

Knabe forderte, der Judenverachtung und Judenfeindschaft massiv entgegenzutreten. „Deshalb ist jeder an seinem Platz gefordert, jeder muss den Mund aufmachen.“ Mehr denn je würden die Kirchen gebraucht für ihren geistlichen Beitrag in der Mitte der Gesellschaft, für die Unterstützung von Hilfesuchenden, für Vernetzung, Kommunikation und für die Mitwirkung am sozialen Frieden vor Ort.

Personalrahmenkonzept: Mehr Kommunikation

Die Kreissynode hat mit mehr als der erforderlichen Zweidrittelmehrheit ein Rahmenkonzept für die gemeinsame Personalplanung im Kirchenkreis für die Jahre 2019 bis 2025 beschlossen. Klaus Dripke, Vorsitzender des Personalplanungsausschusses, stellte die Zielsetzung für die gemeinsame Personalplanung im Kirchenkreis vor. Danach werden die Kirchengemeinden in den elf Kooperationsräumen stärker als bisher ihre Personalplanung abstimmen. Das Bewusstsein für die personellen Ressourcen in den Kooperationsregionen soll steigen und die Kommunikation zwischen den Partnergemeinden zunehmen. Ziel sei es, den Personalmix aus verschiedenen Professionen in den Gemeinden aufrechtzuerhalten.

Diakonie wird größter Pflegeanbieter in den Region – Kirchenkreis wird Gesellschafter

Der Kirchenkreis An der Agger wird Gesellschafter der gemeinnützigen „Diakonie in der Region“, die zum 1.1.2021 an den Start geht.  Die Synode stimmte dem Entwurf des Gesellschaftervertrags zu. Der Kirchenkreis wird 19 von 700 Anteilen übernehmen, wovon er bis zu 14 Anteile an interessierte Gemeinden abgeben soll. Ein Anteil entspricht 500 Euro.

Sebastian Wirth, Leiter der bisherigen „Diakonie vor Ort“, und Georg Huber, Leiter des evangelischen Altenheims Bergneustadt, haben das Konzept auf der Sommersynode 2019 in Nümbrecht vorgestellt. Gemeinsam mit Klaus Peuster bilden sie das Geschäftsführer-Trio der gGmbH. Nach diesem Konzept soll die Diakonie der größte Pflegeanbieter in der Region werden. Alle zehn evangelischen Kirchengemeinden, die bisher schon die Trägerschaft für eine Diakoniestation übernommen haben, werden automatisch Gesellschafter der „Diakonie in der Region“ sein. Weitere Kirchengemeinden können und sollen dazukommen.

Diakoniepfarrer Thomas Ruffler: „Es bietet sich den Gemeinden eine einmalige Gelegenheit, mit nur einem Anteil für 500 Euro eine Eintrittskarte zur inhaltlichen Gestaltung der gGmbH zu erhalten.“ Die Gesamtheit der seelsorglichen und pflegerischen Versorgung im ganzen Kirchenkreis soll in den Blick genommen werden. Alle zusammen bilden die Gesellschafterversammlung als höchstem Organ. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 350.000 Euro.

Auch bei diesem Thema wurde deutlich gemacht: Nur in der Gemeinschaft können die Kirchengemeinden stark sein. Superintendent Jürgen Knabe nannte die Entscheidung einen wichtigen Meilenstein in der Verbindung von Kirche und Diakonie.

Standing Ovations für Jürgen Knabe
Standing Ovations für den scheidenden Superintendenten Jürgen Knabe.
(Foto: Kirchenkreis An der Agger | Judith Thies)

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