Evangelisch in Derschlag. Seit 1891.

Die Evangelische Kirchengemeinde Derschlag ist eine unierte Gemeinde mit knapp 2.000 Gemeindegliedern und einer Pfarrstelle. Die Gemeinde liegt auf dem Stadtgebiet der Kreisstadt Gummersbach im Oberbergischen Kreis und setzt sich aus den durch Täler und Industriegebiete getrennten Ortschaften Derschlag, Dümmlinghausen und Rebbelroth sowie den Dörfern Kalteneich und Mittelste­becke zusammen. Das Einzugsgebiet der Kirchengemeinde erstreckt sich entlang der landschaftlich schönen Täler rund um den Zusammenfluss von Agger, Steinagger und Dörspe. Die zentrale Predigtstätte der Gemeinde ist die Emmauskirche aus dem Jahr 1891, die im Zentrum von Derschlag steht.
Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis An der Agger, der wiederum Teil der Evangelischen Kirche im Rheinland ist.


Woher wir kommen
Ursprünglich gehörte Derschlag zum größten Teil zur Kirchengemeinde Gummersbach und zu einem kleineren Teil zur Kirchengemeinde Eckenhagen. Vor allem wegen der weiten Entfernung nach Eckenhagen gab es in den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts Bestrebungen, Abhilfe zu schaffen. Erst in den 80er-Jahren desselben Jahrhunderts wurde – als Übergangslösung – ein Pfarrvikariat Derschlag-Dieringhausen eingerichtet. Erst eine Urkunde aus dem Jahr 1891 besiegelt die Selbstständigkeit der Evangelischen Kirchengemeinde Derschlag mit uniertem Bekenntnis. Im selben Jahr wurde auch die Derschlager Kirche eingeweiht, deren Grundstein bereits ein Jahr zuvor gelegt worden war. Im April 1892 wurde Otto von Lünen als erster Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Derschlag eingeführt, die zu diesem Zeitpunkt bereits rund 2.000 Gemeindeglieder zählte.

Ein Bericht von Pfarrer von Lünen aus dem Jahr 1894 zeigt, dass man damals vom heutigen geschwisterlichen Miteinander mit den anderen Denominationen noch weit entfernt war. Von Lünen kritisiert heftig das „Sektierertum“ der Baptisten und Darbisten, dem man seiner Meinung nach hätte vorbeugen können, wenn schon früher in Derschlag eine eigene Kirchengemeinde gegründet worden wäre. Er habe aber Vertrauen darauf, so Otto von Lünen, dass das unter anderem bei den Baptisten gepflegte „ungesunde Christentum auf Dauer keinen Bestand haben kann“ und die „Verirrungen“ überwunden werden könnten.
Gespannt blieb das Verhältnis vor allem zur Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts hinein. Erst in der Folgezeit konnten diese Spannungen und Vorbehalte durch Geduld, Beharrlichkeit und Gebet auf beiden Seiten überwunden werden.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Gemeindeglieder auf über 3.000. In dieser Zeit unterhielt die Gemeinde neben der Emmauskirche in Derschlag zwei weitere Gottesdienststätten: Eine kleine Kirche im Stadtteil Rebbelroth und ein Gemeindehaus im Stadtteil Dümmlinghausen. Aufgrund rückläufiger Gemeindgliederzahlen und finanzieller Mittel wurden diese Predigtstätten inzwischen aufgegeben und entwidmet; das Gemeindeleben konzentriert sich im wesentlichen wieder auf den Hauptort Derschlag.

Was uns prägt
„Wir sind durch Gottes Wort geborgen, frei und offen.“ So lautet der zentrale Satz des Leitbildes der Evangelischen Kirchengemeinde Derschlag. Konkret heißt das für uns: Wir sind eine Gemeinde, die einem Haus mit offenen Türen gleicht. Es gibt Räume für Fröhlichkeit, Singen, Spiele, Stille, geistliche Bewegung, Veränderung. Unser Fundament ist die Zusage Gottes. Hier können wir, wie ein Kind auf sicherem Grund, geborgen und trotzdem frei und offen sein. Innerhalb dieser Sicherheit können sich Jung und Alt mit ihren Fähigkeiten und Stärken entfalten. Unser Gemeindeleben entwickelt sich rund um den Gottesdienst. Von ihm geht Leben aus in den Alltag von Projekten, von Gruppen und privaten Treffen. Als Gemeinde sind wir sensibel für die gesellschaftlichen Fragen der „Welt“. Wir sind eine Gemeinde, der die Bewahrung der Schöpfung wichtig ist.

Wir sind uns der Spannung bewusst, die aus den beiden Polen „geborgen“ und „offen“ resultiert, aber wir suchen und sehen einen Weg zwischen diesen Polen.

Wir sehen unseren Auftrag darin,

  • Menschen im Glauben zu stärken:
    Wenn wir einen Menschen taufen, versprechen wir als Gemeinde, diesen Menschen auf seinem Tauf- und Lebensweg zu begleiten und ihm Begegnung mit dem Evangelium zu ermöglichen. In einfühlender, fröhlicher, missionarischer Kompetenz wollen wir Menschen auf ihrem Taufweg zur Seite stehen.
  • Menschen zu ermutigen, ihre Fähig­keiten zu entwickeln:
    Ermutigende Erfahrungen sammeln Menschen in projektorientierten Angeboten (Glaubensseminaren, (Kinder)-Bibelwochen, Gesprächsnachmittagen), in Gruppen, die ihnen geistliche Heimat werden können und in den Schulungsangeboten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  • uns in der einen Welt für Gottes Schöpfung einzusetzen:
    Wir wissen uns als Gemeinde in besonderer Weise verantwortlich, in der „Welt“ vorbildhaft Schöpfungsverantwortung wahrzunehmen. Wir tun dies durch unser Engagement in verschiedenen Projekten und Ini­tiativen.

Die Evangelische Kirchengemeinde Derschlag

  • verfolgt das Ziel eines gaben­orientierten Gemeindeaufbaus
  • feiert lebendige Gottesdienste
  • besteht aus Menschen, die voneinander wissen

Uns ist das Priestertum aller Glaubenden und die gabenorientierte Zusammenarbeit der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig. Das Pfarrehepaar, die Gemeindereferentin, das Presbyterium und viele weitere ehrenamtlich Tätige arbeiten eng und vertrauensvoll zusammen.

 

Was wir tun
Zu Gottesdiensten versammeln wir uns sonntags um 11.15 Uhr in Derschlag; Kindergottesdienst ist – außer in den Schulferien – am 1. Samstag im Monat in Derschlag.

In regelmäßigen Abständen feiern wir Schul- und Kindergartengottesdienste.
Unser „Raum der Stille“ ist ein Ort der Besinnung, Einkehr und Zwiesprache mit Gott; er steht Gemeindegruppen, aber auch Einzelpersonen zur Verfügung.

Unserem diakonischen Auftrag wollen wir in verschiedenen Aufgabenbereichen gerecht werden. So die Evangelische Kirchengemeinde Derschlag den dreigruppigen Kindergarten “Die Himmelststürmer”. Er wird von zurzeit 70 Kindern besucht. Sie bereichern unser Gemeindeleben in besonderen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen. Durch Hausbesuche pflegen wir den Kontakt besonders zu den Alten und Kranken unserer Gemeinde.

Kooperationsraum
Seit einigen Jahren bilden wir mit den Evangelischen Kirchengemeinden Bergneustadt, Lieberhausen und Wiedenest einen Kooperationsraum innerhalb unseres Kirchenkreises. Durch Abstimmungen der Presbyterien vor allem in organisatorischen Fragen, aber auch gemeinsame Veranstaltungen, insbesondere Gottesdienste ist ein Netzwerk evangelischer Christ*innen im Aggertalsperrenraum entstanden, das sich belebend auf das Leben der beteiligten Gemeinden auswirkt.

Ökumene und Allianz – am Ort, im Land und weltweit
Gutnachbarliche Kontakte pflegen wir zur Katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth und zur  Evangelisch-Frei­kirch­lichen Gemeinde Derschlag. Gemeinsam versammeln wir uns viermal im Jahr zum „Lobenswert“-Gottesdienst, in dem wir als Christinnen und Christen verschiedener Denominationen in unserem Ort gemeinsam Gott feiern. Zum regelmäßigen Miteinander gehören auch Schulgottesdienste, der Weltgebetstag der Frauen und der „Weltladen für fairen Handel“ sowie jährliche Treffen der Gemeindeleitungen.

Ein loser Kontakt besteht auch zur griechisch-orthodoxen Gemeinde, de­ren Kirche sich in Rebbelroth befindet.

Wir pflegen eine Partnerschaft mit der Ev. Kirchengemeinde Schönermark in Brandenburg. Wir möchten Teilung überwinden und im fruchtbaren Austausch voneinander lernen.

Bewahrung der Schöpfung
Wir engagieren uns für die Bewahrung der Schöpfung durch

  • die Teilnahme am Solarprojekt „Sonnenenergie vom Kirchendach“,
  • die Pflege einer Dachbegrünung auf dem Jugendhaus,
  • die Pflege eines „Appelhofs“ mit einheimischen Obstsorten,
  • die Umsetzung von energie­sparenden Maßnahmen in Kirche und Gemeindehaus.

 

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Geborgen. Frei. Offen. Evangelisch in Derschlag. Seit 1891.
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